Der 40. Chaos Communication Congress findet vom 27. bis 30. Dezember 2026 in der Hamburg Messe statt. Für Menschen, die nicht nur teilnehmen, sondern beitragen wollen, ist die wichtigste Nachricht weniger der Hallenwechsel als die Aufteilung in mehrere Einreichungswege.

Der Call for Content ist für Vorträge und inhaltliche Beiträge zu Technik, Gesellschaft und Bürgerrechten gedacht. Der Call for Art richtet sich an Exponate, Skulpturen und Performances, die keine klassische Bühne brauchen. Für DJs und Musikerinnen gibt es einen eigenen Musik-Call; anarchische und antifaschistische Bühnenbeiträge können zum Punk-Späti passen. Wer ein dezentrales Gruppenprojekt plant, sollte dagegen die Informationen zu Habitaten und Kiezen verfolgen, statt einen Vortrag einzureichen.

Diese Zuordnung ist praktisch, weil die größere Messefläche nicht einfach als ein einziger Saal genutzt werden soll. Der CCC will sie in kleinere Bereiche gliedern und schrittweise wachsen lassen. Damit sollen Workshops, Rückzugsorte, Installationen und selbstorganisierte Projekte wieder mehr Platz bekommen als zuletzt im Congress Center Hamburg.

Der Kongress bleibt nach Veranstalterangaben nichtkommerziell; klassische Werbe- und Verkaufsstände sind ausgeschlossen. Das grenzt Beteiligung von Sponsoring oder Produktmesse ab. Mehr als 16.000 Teilnehmende und tausende freiwillige Helfer werden erwartet, doch diese Veranstalterangaben sind keine Kapazitätsgarantie.

Konkrete Ticketpreise und das vollständige Programm waren bei der Ankündigung noch offen. Heise berichtet, der Ortswechsel solle keinen eigenen Preissprung auslösen; inflationsbedingte Anpassungen bleiben möglich. Für Einreichungen und Tickets sind deshalb nur die jeweils aktuellen CCC-Seiten maßgeblich.