In Deutschland lernen deutlich mehr Menschen den Beruf der Bestattungsfachkraft als noch vor zehn Jahren. Zum Jahresende 2025 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) 900 Auszubildende. Ende 2015 waren 430 registriert. Das entspricht einem Zuwachs um 470 Personen oder rechnerisch 109,3 Prozent.

Der Nachwuchs wuchs damit wesentlich stärker als die Zahl der Sterbefälle. Destatis meldet für 2025 rund eine Million Todesfälle, 9 Prozent mehr als 2015. Dieser Vergleich zeigt, dass der Ausbildungsanstieg nicht allein parallel zur Bevölkerungsentwicklung verlief. Er sagt allerdings noch nicht, ob heute genügend Fachkräfte verfügbar sind.

Auch die Zusammensetzung der Auszubildenden hat sich verändert. 2025 waren 61 Prozent Frauen und 39 Prozent Männer. Zehn Jahre zuvor lag der Frauenanteil bei 46 Prozent. Das ist ein Anstieg um 15 Prozentpunkte. Absolute Zahlen nach Geschlecht lassen sich aus den gerundeten Anteilen nur näherungsweise ableiten und werden deshalb hier nicht berechnet.

Zum Umfeld des Berufs gehören rund 4.200 Unternehmen im Bestattungshandwerk mit etwa 32.000 Beschäftigungsverhältnissen im Jahr 2024. Diese Beschäftigtenzahl ist aber nicht direkt mit dem Vorjahr vergleichbar: Die Handwerkszählung wechselte 2024 vom Personen- zum Jobkonzept und zählt seitdem auch weitere Beschäftigungsverhältnisse derselben Person.

Für eine belastbare Fachkräftebilanz fehlen weitere Größen. Die Mitteilung nennt weder erfolgreiche Ausbildungsabschlüsse noch offene Stellen oder den Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die dauerhaft im Beruf bleiben. Der neue Höchststand ist daher ein klares Nachwuchssignal, aber kein Beweis dafür, dass der Personalbedarf der Branche gedeckt ist.