Deutschlands private Haushalte kamen 2025 zusammen auf eine Bruttosparquote von 18,9 Prozent. Im Durchschnitt der Europäischen Union (EU) waren es 14,3 Prozent. Der Abstand beträgt damit 4,6 Prozentpunkte. Bezogen auf den EU-Wert liegt die deutsche Quote rechnerisch rund 32,2 Prozent höher.

Auch innerhalb des deutschsprachigen Raums sind die Unterschiede groß. Österreich lag 2025 bei 15,7 Prozent und damit 3,2 Prozentpunkte unter Deutschland. Die Schweiz erreichte 27,4 Prozent, also 8,5 Punkte mehr als Deutschland. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass in der Schweiz die private Altersvorsorge eine größere Rolle spielt. Solche institutionellen Unterschiede begrenzen einfache Länderranglisten.

In Deutschland ging die Quote zuletzt leicht zurück. Für 2024 nennt die amtliche Statistik 19,6 Prozent, für 2025 und das erste Halbjahr 2026 jeweils 18,9 Prozent. Das sind 0,7 Prozentpunkte weniger als 2024. Der Zehnjahresdurchschnitt von 2016 bis 2025 liegt mit 19,1 Prozent ebenfalls etwas über dem aktuellen Wert.

Die Bruttosparquote misst das Sparen aller privaten Haushalte im Verhältnis zu ihrem verfügbaren Einkommen. Sie umfasst auch neu erworbene betriebliche Versorgungsansprüche und zieht Abschreibungen, vor allem auf Immobilien, nicht ab. Kursgewinne bei Aktien oder Wertänderungen von Immobilien zählen dagegen weder als Einkommen noch als Sparen.

Für einzelne Menschen lässt sich daraus nicht ableiten, wie gut sie Rücklagen bilden können. Ein hoher gesamtwirtschaftlicher Durchschnitt kann gleichzeitig mit Haushalten bestehen, denen nach Miete, Energie und Lebensmitteln kaum Geld bleibt. Die Statistik beschreibt die Summe aller Haushalte, nicht deren Verteilung. Zudem sind die Werte für 2025 und das erste Halbjahr 2026 noch vorläufig.