In vielen Wohnungen sind heute deutlich mehr Geräte mit dem Internet verbunden als früher. Neben Computern und Smartphones gehören dazu Fernseher, Kameras, Lautsprecher, Heizungen oder andere Haushaltsgeräte. Jedes zusätzliche Gerät kann eine weitere Schwachstelle im Heimnetz sein.
Die Cybersicherheitsexpertin Keren Elazari empfiehlt deshalb zuerst eine einfache Bestandsaufnahme: Welche Geräte sind mit dem Router verbunden, wem gehören sie und werden sie noch genutzt? Eine schriftliche Liste hilft dabei, unbekannte oder vergessene Geräte zu erkennen.
Als zweiter Schritt sollten Nutzerinnen und Nutzer die Verwaltungsdaten ihres Routers prüfen. Werkseitige Standard-Zugangsdaten sollten durch ein eigenes, langes Passwort ersetzt werden. Wichtig ist, die Zugangsdaten nicht öffentlich zu teilen und Änderungen über die offizielle Bedienoberfläche oder Anleitung des Herstellers vorzunehmen.
Drittens lohnt sich ein Blick auf Aktualisierungen. Router und smarte Geräte sollten Sicherheitsupdates erhalten. Geräte, die nicht mehr unterstützt werden, können ein dauerhaftes Risiko darstellen. Nicht benötigte Fernzugriffe und Funktionen sollten ausgeschaltet werden.
Elazari rät außerdem dazu, sich die Funktionsweise des eigenen Netzwerks erklären zu lassen. Dabei gilt: Ein Assistent mit Künstlicher Intelligenz (KI) kann allgemeine Begriffe erläutern, sollte aber keine Passwörter, internen Adressen oder andere vertrauliche Daten erhalten. Bei konkreten Änderungen sind Herstelleranleitung oder fachkundige Hilfe verlässlicher.
Die Maßnahmen bieten keinen vollständigen Schutz. Sie erschweren aber einfache Angriffe und schaffen Überblick. Auch die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) betont, dass alltägliche Schutzschritte bei Telefonen, Computern und smarten Geräten einen Unterschied machen.
