Bei den deutschen Hochschulabschlüssen fällt 2025 besonders das Lehramt auf. Die Zahl der Master- und Staatsexamensabschlüsse, die für den Lehrerberuf qualifizieren, stieg zusammen um sechs Prozent auf 32.400. Das waren 1.800 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt erwarben im Prüfungsjahr 2025 rund 527.600 Studierende und Promovierende einen Abschluss. Das waren 16.000 oder drei Prozent mehr als 2024. Der Frauenanteil blieb bei 53 Prozent.

Fast die Hälfte aller Abschlüsse waren Bachelorabschlüsse außerhalb des Lehramts: 256.000 entsprechen rechnerisch 48,5 Prozent der Gesamtzahl. Weitere 150.800 oder rund 28,6 Prozent waren Masterabschlüsse ohne Lehramt.

Beim Lehramt wurden insgesamt 51.700 Abschlüsse gezählt. Davon waren 19.300 Bachelorabschlüsse, die in der Regel noch nicht für den Schuldienst qualifizieren. Die 32.400 qualifizierenden Master- und Staatsexamensabschlüsse machten rechnerisch rund 62,7 Prozent der Lehramtsabschlüsse aus.

Nach Fächergruppen entfielen 41 Prozent aller Abschlüsse auf Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Ingenieurwissenschaften kamen auf 25 Prozent, Mathematik und Naturwissenschaften auf elf Prozent. Promotionen machten mit 28.800 Fällen gut fünf Prozent aus.

Die Statistik beschreibt bestandene Prüfungen. Sie zeigt weder, wie viele Menschen danach tatsächlich in Deutschland arbeiten, noch ob sie in den Lehrerberuf, die Forschung oder andere Tätigkeiten wechseln. Für Aussagen über Fachkräftemangel oder Unterrichtsversorgung wären zusätzliche Berufsverlaufs- und Bedarfsdaten nötig.