In deutschen Krankenhäusern wurden 2025 rund 17,7 Millionen vollstationäre Behandlungsfälle gezählt. Das waren 203.000 oder 1,2 Prozent mehr als 2024. Gleichzeitig sank die Zahl der aufgestellten Betten um 0,9 Prozent auf 468.803. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg dadurch von 72,0 auf 72,6 Prozent.

Trotz des Anstiegs liegt die Fallzahl noch klar unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Für 2019 nennt das Statistische Bundesamt 19,4 Millionen Fälle. Aus den gerundeten Werten ergibt sich für 2025 ein Abstand von rund 1,7 Millionen Fällen. Destatis beziffert den Rückgang gegenüber 2019 mit 9,4 Prozent.

Eine Jahresauslastung von 72,6 Prozent bedeutet nicht, dass jedes Krankenhaus jederzeit knapp ein Viertel seiner Betten frei hatte. Der Wert mittelt verschiedene Regionen, Fachrichtungen und Jahreszeiten. Engpässe in einer Kinderklinik oder auf einer Intensivstation können gleichzeitig mit freien Betten an einem anderen Ort auftreten. Außerdem zählt die Statistik Behandlungsfälle, nicht verschiedene Menschen: Wer mehrfach aufgenommen wird, erscheint mehrfach.

Die unabhängige Eurostat-Reihe bestätigt die Richtung schon vor dem neuen Berichtsjahr: Für Deutschland sank die Zahl verfügbarer Krankenhausbetten von 771,97 je 100.000 Einwohner im Jahr 2022 auf 758,59 im Jahr 2024. Das sind 13,38 Betten je 100.000 oder rund 1,7 Prozent weniger. Für 2025 enthält die geprüfte Eurostat-Antwort noch keinen Wert; sie wird deshalb nicht mit der absoluten Destatis-Zahl vermischt.

Auch die Trägerstruktur braucht einen zweiten Blick. Von 1.807 Krankenhäusern waren 729 privat, 549 freigemeinnützig und 529 öffentlich. Öffentliche Häuser stellten jedoch 47,4 Prozent aller Betten, private nur 21,0 Prozent. Rechnet man die gerundeten Anteile auf die Zahl der Einrichtungen um, ergeben sich näherungsweise 420 Betten je öffentlichem Haus, 270 je freigemeinnützigem und 135 je privatem Haus. Private Kliniken sind damit im Durchschnitt deutlich kleiner.

Die Aufenthalte werden langfristig kürzer. 2025 dauerte ein stationärer Aufenthalt im Mittel 7,0 Tage, 1991 waren es 14,0 Tage. Kürzere Verweildauern können medizinischen Fortschritt und mehr ambulante Versorgung widerspiegeln. Die Statistik allein sagt aber nicht, ob jede Entlassung zum richtigen Zeitpunkt erfolgt oder ob Versorgung in andere Bereiche verlagert wird.