Der öffentliche Gesamthaushalt stand Ende Juni 2026 mit 2.753,5 Milliarden Euro beim nicht-öffentlichen Bereich in der Kreide. Gegenüber dem ersten Quartal waren das 26,3 Milliarden Euro oder 1,0 Prozent mehr. Der Wert umfasst Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung und ihre Extrahaushalte.
Der größte Teil des Anstiegs entfiel auf den Bund. Seine Schulden nahmen um 20,5 Milliarden Euro zu. Gemessen am gesamten Plus von 26,3 Milliarden sind das rechnerisch rund 78 Prozent. Der Bundesstand erreichte 1.907,1 Milliarden Euro.
Innerhalb des Bundes spielten zwei Sondervermögen eine große Rolle. Beim Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität stieg der Schuldenstand um 13,8 Milliarden auf 48,9 Milliarden Euro. Beim Sondervermögen Bundeswehr kamen 4,2 Milliarden hinzu, sodass es 51,6 Milliarden Euro erreichte. Zusammen erklären diese beiden Veränderungen 18,0 Milliarden Euro des Bundesanstiegs.
Auch Länder und Kommunen meldeten höhere Stände. Die Länder legten insgesamt um 2,9 Milliarden auf 646,2 Milliarden Euro zu. Bei Gemeinden und Gemeindeverbänden waren es ebenfalls 2,9 Milliarden mehr; ihr Stand lag bei 200,2 Milliarden Euro. Hinter den Summen stehen regional unterschiedliche Entwicklungen und teils vorgezogene Anschlussfinanzierungen.
Die Quartalszahl ist vorläufig. Sie beschreibt einen nominalen Schuldenstand gegenüber Banken und anderen nicht-öffentlichen Gläubigern. Sie ist nicht mit dem Haushaltsdefizit des Quartals gleichzusetzen. Für eine Aussage zur langfristigen Tragfähigkeit wären zusätzlich Wirtschaftsleistung, Zinsen, Laufzeiten sowie öffentliches Vermögen nötig.
