Österreichs Sicherheitsbericht für den Verkehr enthält eine auffällige Zahl: 2025 wurden in der nationalen Datenbank 11.505 Ereignisse der Zivilluftfahrt gespeichert, so viele wie nie zuvor. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass Fliegen im selben Maß gefährlicher geworden ist.

Seit 2024 werden nur noch Unfälle und schwere Störungen aus der nationalen Datenbank an die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) weitergeleitet. Diese Zahl sank von 280 auf 144. Darunter waren 123 Unfälle und 21 schwere Störungen. Zugleich leitete die SUB zehn Sicherheitsuntersuchungen ein, eine davon zu einem Ereignis aus 2024.

Bei den Unfallfolgen stiegen die Werte: 2025 starben in der Zivilluftfahrt 15 Menschen, 88 wurden schwer verletzt. Im Vorjahr waren es elf Tote und 70 Schwerverletzte. Paragleiter hatten erneut einen großen Anteil: sechs Tote und 67 Schwerverletzte. Militär-, Zoll- und Polizeiluftfahrzeuge sind in diesen Zahlen seit 2022 nicht enthalten.

Auch bei der Bahn nahm die Zahl der Meldungen zu, von 3.919 auf 4.348. Die SUB führt das teilweise auf bessere Meldekultur und eine geänderte interne Klassifikation zurück. Es gab keine schweren Bahnunfälle; unter den 21 Todesopfern waren keine Reisenden. Suizide und Suizidversuche werden in dieser Statistik nicht mitgezählt.

Schifffahrt und Seilbahnen verzeichneten nur wenige gemeldete Ereignisse. Die Zahlen sind zwischen den Verkehrsträgern dennoch nicht direkt vergleichbar, weil Pflichten, Nutzung und Schweregrade unterschiedlich sind.

Der Zweck der SUB-Untersuchungen ist Prävention, nicht die Feststellung von Schuld oder Haftung. Der Bericht hilft deshalb vor allem dabei, Muster und Lernbedarf zu erkennen. Für Aussagen über das persönliche Risiko müssen zusätzlich Verkehrsleistung, Exposition und einheitlich erhobene Langzeitdaten betrachtet werden.