Wer ein Gesundheitsgerät von Withings mit Apple Health verbinden will, muss künftig genauer auf das Konto schauen. Für neue Withings-Konten wandert die automatische Synchronisierung in das kostenpflichtige Abo Withings+. Nach der vom Unternehmen bestätigten Regel ist der 12. Oktober 2026 die Grenze.
Für bestehende Nutzerinnen und Nutzer zählt nicht das Alter ihrer Waage oder Uhr. Wurde das Konto spätestens am Stichtag angelegt, soll die automatische Verbindung zu Drittanbietern kostenlos bleiben. Das gilt laut Withings auch dann, wenn später ein neues Gerät gekauft und mit demselben Konto verbunden wird. Ein vorschnell neu angelegtes Konto kann daher einen unnötigen Kostenunterschied erzeugen.
Bei einem erstmals angelegten Konto gehört das Abo dagegen in die Kaufrechnung. Heise nennt mindestens 100 Euro pro Jahr. Endet die Mitgliedschaft, pausiert die automatische Synchronisierung; die Daten sollen im Withings-Konto erhalten bleiben. Wer ein Gerät mehrere Jahre nutzen will, sollte deshalb nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die wiederkehrenden Kosten vergleichen.
Ein Ausweg ist der manuelle Export. Withings will die vollständige Historie weiterhin als Datei im Format CSV oder PDF bereitstellen und auch das Teilen mit Ärztinnen und Ärzten nicht hinter die Bezahlschranke verschieben. Das ist jedoch nicht gleichwertig mit einem laufenden automatischen Abgleich in Apple Health.
Vor dem Kauf sind fünf Schritte sinnvoll: das Datum eines vorhandenen Kontos prüfen, für neue Hardware möglichst dasselbe berechtigte Konto verwenden, Abo-Kosten einrechnen, den Bedarf an automatischem Sync gegen einen manuellen Export abwägen und die aktuellen Bedingungen speichern. Die Auskunft beschreibt den Stand Mitte Oktober 2026; Preise und Leistungsumfang können sich später ändern.
